Ein Erfahrungsbericht einer Betreuungsmitarbeiterin

Haus SonnenhaldeDie Großfamilie wie man sie früher kannte, in der meist mehrere Generationen unter einem Dach lebten, die gibt es nur noch selten. Die Zeit hat sich gewandelt – die Frauen sind jetzt mehr ins berufliche Leben eingebunden und können sich nicht mehr wie früher in diesem Umfang im eigenen Zuhause um die ältere Generation kümmern.

Zudem ist die Lebenserwartung sehr gestiegen, Krankheiten wie Demenz, Parkinson uvm. treten immer häufiger auf, bedingt dadurch, dass die Menschen älter werden.

Die Aufgabe der Betreuungsassistenten ist es, die geistigen und körperlichen Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten. Darum wurde dieser Berufszweit ins Leben gerufen, um die Pflegekräfte zu entlasten.

Wichtig ist es vorab Biografie- und Erinnerungsarbeit zu leisten, um so individuell auf jeden Bewohner eingehen zu können. Betreuungsarbeit wird in der Gruppe oder auch als Einzelbetreuung angeboten. Die vielen unterschiedlichen Aktivitäten bringen Abwechslung in den Alltag der Menschen.

Spaziergänge, Ausflüge, Kaffee trinken gehen – die Gestaltung der Angebote nach den Bedürfnissen der Bewohner, ist gerade für die Betreuungsassistenten sehr bereichernd und eine positive Herausforderung.

Der Faktor Zeit war immer schon sehr präsent in der Altenpflege. Gerade deshalb ist der §87b eine tolle, wertvolle Erneuerung für die Gestaltung des Alltagslebens der älteren Menschen.

Ein weiterer positiver Aspekt, der zu beobachten ist, zeigt den Umgang mit dem Thema der Demenz. Es ist wichtig sich immer wieder selbst zu fragen: „Wie möchte ich behandelt werden, wenn ich Hilfe und Betreuung benötige?“. Die Antwort darauf ist für uns alle klar. Jeder möchte Menschlichkeit, Würde und Respekt erfahren.

Darum bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass dieser Beruf der richtige Weg für mich ist. Wenn ich nur „EIN Lächeln“ mit nach Huase nehme, dann habe ich schon viel erreicht.

 

Anja Neuner
Frau Neuner ist in der Betreuung im Haus Sonnenhalde in Heimenkirch tätig

Einblicke in den Beruf der Betreuungsassistenten
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